Andernach aktuell, 01.09.2018

Quelle:  http://www.buecherei-alfter.de/aktuell.html

Dürener Nachrichten, Montag 26.02.2018; Marktplatz

Generalanzeiger Region Vorgebirge, 05.02.2018

Kölner Stadtanzeiger/Kreis Euskirchen, vom 6.November 2017

Presseartikel zum Auftritt Kulturnacht Andernach Sep. 2017

Presseartikel zum Auftritt in der Zündorfer Kapelle

 
Von Susanne Träupmann, General-Anzeiger 31.01.2017
Region
Vorgebirge / Voreifel Bornheim  
Hommage an Hanns Dieter Hüsch
 Drei der vier „Wortlauten“ (v.l.): Elena Gontscharova, Ralf Buchinger und Stefanie Krieg.
Foto: Sebastian Laubert
Drei der vier „Wortlauten“ (v.l.): Elena Gontscharova, Ralf Buchinger und Stefanie Krieg.

Bornheim. Die Bornheimer Gruppe „Die Wortlauten“ präsentiert am Freitag in der Stadtbücherei Witziges aus dem Alltagsleben. Im Mittelpunkt steht dabei der niederrheinische Kabarettist Hanns Dieter Hüsch.

Die Geste ist wohlüberlegt, die Mimik spricht Bände. Wenn die Bornheimer Kabarettgruppe „Die Wortlauten“ Texte von Loriot, Erich Kästner oder Heinz Erhardt vorträgt, ist jede Betonung perfekt einstudiert. „Die Wortlauten“ – das sind Ralf Buchinger (55), Elena Gontscharova (47), Stefanie Krieg (45) und Kira Kappelhoff (26). Sie agieren als Vorleser, Sänger und „Wortspieler“, denn sie spielen mit Worte und Lauten.

Die erarbeiteten Programme, mit denen das Quartett in wechselnder Besetzung auftritt, passen zu den jeweiligen Auftrittsorten oder zur Jahreszeit. Mal sind sie thematisch gebunden, mal einem bestimmten Literaten gewidmet. Immer jedoch spiegeln die ausgewählten Texte das Thema der Veranstaltung wider.

So ist es auch am Freitag, 3. Februar, in der Bornheimer Stadtbücherei, wenn Ralf Buchinger und Stefanie Krieg unter dem Thema „Sie müssen bei uns im Schrank gesessen haben – Herr und Frau Hüsch erklären die Welt“ skurrile und witzige Passagen aus dem Werk des niederrheinischen Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch (1925-2005) über die kleinen und großen Schwächen der Menschen zwischen Himmel und Erde vortragen.

„Wir entwickeln Programme auch auf Nachfrage"

An diesem Abend treten nur zwei der vier Ensemblemitglieder auf, denn „je nach Aufritt und Programm bilden wir ein Duo, Trio oder ein Quartett“, erklären Krieg und Buchinger. Der gelernte Nachrichtenredakteur und -moderator sowie Stimm- und Sprechtrainer Buchinger ist die Seele der „Wortlauten“, sucht Texte heraus, überlegt sich die Zusammensetzung eines Programms und ob sie es als Ein-, Zwei-, Drei- oder Vier-Personen-Stück auf die Bühne bringen.

Der Bornheimer gehörte auch 2014 zu den Gründungsmitgliedern der Truppe, als er gemeinsam mit Lena Teitge das erste Programm „Sie und Er – das tut sich schwer“ auf die Beine gestellt hat. Mittlerweile ist Teitge nur noch gelegentlich dabei. An ihre Stelle traten als neue „Wortlauten“ 2015 die Bornheimer Gesangs- und Klavierlehrerin Elena Gontscharova und Stefanie Krieg aus Wesseling. Seit vergangenem Jahr gehört auch die Mannheimerin Kira Kappelhoff dazu.

Mit „Sie und Er“, dem „Hanns-Dieter-Hüsch-Abend“ und „Weihnachtlich schmunzelt der Wald“ hat das Quartett drei Hauptprogramme in petto. Darüber hinaus bieten „Die Wortlauten“ 17 individuelle Textzusammenstellungen an. Krieg: „Wir entwickeln Programme auch auf Nachfrage. So treten wir unter anderem bei Weihnachtsmärkten, Vereinen oder Geburtstagen auf. Dann suchen wir die zur Gelegenheit passenden Passagen heraus aus.“

Kaum Lampenfieber

Voller Begeisterung ist ebenfalls Elena Gontscharova dabei, die aus Kasachstan stammt und seit zehn Jahren in Roisdorf lebt. „Ich finde es toll, dass ich die Lieder zur Literatur aussuche. Mir gefällt, was ich singe“, sagt die 47-Jährige.

Für Stefanie Krieg, die beruflich in der Logistik einer Kölner Im- und Exportfirma tätig ist, eröffnen „Die Wortlauten“ immer wieder eine Möglichkeit, sich auch in der Präsentation von Texten auszuprobieren. Lampenfieber haben sie und Buchinger vor ihrem Hüsch-Auftritt kaum. Denn die Premiere war bereits im Mai 2016 in Weilerswist. Der Vortrag „sitzt“ perfekt. Buchinger: „Das Vorlesen ist eine Kunst. Man liest in Sinnschritten, in grammatikalischen Sätzen. Manchmal setzen wir Füllwörter ein, damit diese ein Gespräch wiedergeben.“ Er hat vor Jahren seine Liebe zu Hanns-Dieter Hüsch entdeckt, „denn er konnte wunderbar Texte vortragen. Das hat mich schon als junger Mann fasziniert“.

 

 

 

 

Region Vorgebirge / Voreifel Bornheim
General-Anzeiger, Bornheim, 06.02.2017
 
Kabarettgruppe „Die Wortlauten“
  
 Hanns-Dieter-Hüsch-Abend in Bornheim

Bringen Hanns Dieter Hüsch nach Bornheim: Stefanie Krieg und Ralf Buchinger.
Foto: Axel Vogel

Bringen Hanns Dieter Hüsch nach Bornheim: Stefanie Krieg und Ralf Buchinger.

06.02.2017 Bornheim. Die Kabarettgruppe „Die Wortlauten“ las witzige und skurrile Texte des Autoren vom Niederrhein. Und das kam wunderbar an.

Dass der Niederrheiner ganz bestimmte Charaktereigenschaften hat, wissen seit Freitagabend auch die rund 80 Bornheimer, die mal schmunzelnd, mal lachend den Texten von Hanns Dieter Hüsch (1925 - 2005) in der Bornheimer Stadtbücherei am Servatiusweg lauschten.

Ralf Buchinger und Stefanie Krieg von der Bornheimer Literatur-Kabarettgruppe „Die Wortlauten“ präsentierten Lustiges und Besinnliches unter dem Motto „Sie müssen bei uns im Schrank gesessen haben – Herr und Frau Hüsch erklären die Welt“.

In den ausgewählten Texten ging es in erster Linie um das doch ein wenig schwierige Verhältnis zwischen Mann und Frau, das der Poet, Kabarettist und Humorist vom Niederrhein auf witzige und gelegentlich skurrile Weise zu Papier gebracht hat. Mancher Text regte die Zuhörer auch zum Nachdenken an.

Von Anfang an hatten die Vorleser und Wortspieler aus dem Vorgebirge das Publikum durch direkte Ansprachen in ihre Darbietung einbezogen. Geboten wurde eine szenische Lesung mit viel Bewegung, wohlüberlegten Gesten und zu den Texten passender Mimik, die die Zuhörer in ihren Bann zog. „Was ist schöner, als literarische Themen in einer Bücherei vorzustellen“, freute sich Bornheims stellvertretender Bürgermeister und bekennender Hüsch-Fan Frank W. Krüger. Gemeinsam mit Büchereileiterin Brigitte Nowak begrüßte er die Besucher. Mit den Worten „Willkommen in meiner Welt“ – so auch der Titel eines Hüsch-Buches – starteten Buchinger und Krieg in einen Abend, der nicht nur einen literarischen Hochgenuss bot, sondern den Zuhörern manche augenzwinkernde Weisheit kredenzte, die dem einen oder anderen im Alltag auch schon passiert sein mag.

So wie im grundlegenden Verständnis zwischen den Geschlechtern, bei dem es um die typisch weibliche und männliche Denkart und die daraus resultierenden sprachlichen Missverständnisse ging. Wer kennt als Mann nicht die Kritik der Frauen am eigenen Outfit? Und den Spruch „So nehm ich dich nicht mit“. Die Rolle der keifenden Frau Hüsch präsentierte Stefanie Krieg denn auch sehr überzeugend.

Lacher erzeugte auch die Geschichte der Frühstücksbrötchen, bei deren Abzählung sich Herr Hüsch zu seinen Gunsten vertan hatte. „Das Essen ist eh eine Sache zwischen Frauen und Männern. Frauen sind für gesundes Essen, Männer stehen da ganz hinten“, zitierte Buchinger sein großes Idol. Auch die liebevolle Karikatur des Niederrheins fehlte nicht. Denn laut Hüsch – er stammte aus Moers – „weiß der Niederrheiner nichts, kann aber alles erklären“. So wie er auch Fremdwörter falsch verwenden und doch einen kompetenten Eindruck machen kann. Den manchmal komplizierten Gedankengängen des unvergesslichen Humoristen konnten die Zuschauer problemlos folgen. Die Mimik und das schauspielerische Talent von Stefanie Krieg und Ralf Buchinger ließen die Hüsch-Texte lebendig werden. (Susanne Träupmann, Generalanzeiger Bonn)

RheinZeitung, 14.06.2016, Autor: Raphael Markert

Goethe trifft von der Lippe: Ein Abend mit den "Wortlauten"

Namedy. Es ist ein Thema, das seit Menschengedenken ein besonderes ist: Die Beziehung zwischen Mann und Frau wurde in der Literaturgeschichte vielfach aufgegriffen - manchmal kritisch, oft bewundernd, immer wieder komisch. Mit ihrem Programm "Sie und er, das tut sich schwer" hat die Vorlesekabarettgruppe "Die Wortlauten" auf der Burg Namedy jetzt ebensolche literarische Vorlagen rezipiert und zum Leben erweckt - und dabei auch mal Johann Wolfgang von Goethe und Jürgen von der Lippe aufeinandertreffen lassen.

Mit Witz, Charme und auch mal provokant überzeugte die Vorlese-Kabarettgruppe "Die Wortlauten" mit einem literaturgeschichtlichen Abriss über die Beziehung von Mann und Frau im Spiegelsaal der Burg Namedy. Foto: Raphael Markert 

Den rund 80 Besuchern im Spiegelsaal der Burg prophezeite Ralf Buchinger, gebürtiger Andernacher und Gründungsmitglied der im Jahr 2014 ins Leben gerufenen Gruppe, gleich zu Beginn ihrer Vorführung, dass sich die Zuschauer auch an so mancher Stelle des Programms selbst wiedererkennen werden - Seitenblicke in Richtung Partner inklusive. Gekonnt lieferten die drei Kabarettisten einen Abriss quer durch alle Epochen der literarischen Geschlechterdarstellung: Humorvoll stellten sie das Frauenbild in Goethes "Faust" dem von Jürgen von der Lippe gegenüber - und provozierten auch. Als die Gruppe auf Urteile und Vorurteile über die Geschlechter zu sprechen kam und Buchinger ein Zitat des österreichischen Schriftstellers Gabriel Barylli verlas - "Frauen denken nicht, sie tun nur so" -, war der Raum schlagartig vom entrüsteten, in erster Linie weiblichen, Lachen des bis dahin sonst so zurückhaltenden Publikums erfüllt.

Ja, ihr Programm soll auch provokant sein, erzählte Lena Teitge, die schon beim Radio Erfahrungen gesammelt hat und ebenfalls Mitgründerin der Gruppe ist, im Gespräch mit unserer Zeitung: "Der Zuschauer soll sich angesprochen fühlen, unser Programm reflektieren und am Ende vielleicht auch einen Schritt auf das andere Geschlecht zugehen." Dass sich die Geschlechterdarstellung nicht nur auf die Literatur beschränkt, wusste Elena Gontscharova zu vermitteln: Die russischstämmige Sängerin der Gruppe verstand es, die kabarettistische Abrechnung mit den Geschlechtern auf musikalisch hohem Niveau zu begleiten - und lieferte immer wieder das ernste Gegenstück zum sonst so heiteren Programm, als sie beispielsweise im Sopran Zarah Leanders sonst so tiefes "Kann denn Liebe Sünde sein" interpretierte. Dass das Namedyer Publikum in der ersten Hälfte der Vorstellung eher verhalten reagierte, merkte die Gruppe - und wusste damit umzugehen: Als die Kabarettistin Steffi Krieg - gleichzeitig Lebensgefährtin von Buchinger - nach der Pause über die Macken der Geschlechter philosophierte, blieb dann kaum noch ein Auge trocken.

"Man findet sich wieder - so manche Passage des Programms ist auch in unserer Beziehung ein Thema", berichteten die Zuschauer Ursula und Jürgen Kleineberg. Tatsächlich könne ihr Programm auch gewissermaßen als Paartherapie verstanden werden, erzählte die Gruppe, die zum ersten Mal in Namedy auf der Bühne stand. Mit Rainer Maria Rilkes Gedicht "Alles ist eins" erzählten die Kabarettisten einen versöhnlichen Abschluss in der sonst so konträren Mann-Frau-Beziehung und stellten fest: "Die Kontraste sind es doch, die uns am Ende zusammenschweißen." Sie meinten damit auch ihre eigene Formation: "Die Wortlauten" als Kabarettisten und Sänger verschiedenen Alters und Hintergrunds, unterschiedlichem Geschlechts, variierender Tonlage und Herkunft auf einer Bühne in Namedy - es hat funktioniert.

  

 

23.09.2016 Verlag Anzeigen Sonderveröffentlichungen Sonderveröffentlichungen aus der Region Willkommen an Rhein und Ahr
Willkommen an Rhein und Ahr
Culinarium
Herbstgenüsse im Dagernova Culinarium
Höchste Genüsse und beste Unterhaltung genießen die Gäste im Dagernova Culinarium. FOTO: DAGERNOVA

Foto: Dagernova

 

Höchste Genüsse und beste Unterhaltung genießen die Gäste im Dagernova Culinarium.

23.09.2016 Küchenchef Marcus Krupp-Mattern serviert Ihnen ein herbstlich inspiriertes Vier-Gang-Menü und Jörg Röcker von der Weinmanufaktur präsentiert Ihnen zu jedem Gang passend die Weinbegleitung. Genießen Sie die Köstlichkeiten aus der Küche des Culinariums und die Weine der Dagernova Weinmanufaktur mit einem Blick auf die Weinberge von Dernau.

Die „Wortlauten“ werden Sie zwischen den verschiedenen Gängen des Herbstgenusses mit guter Laune behutsam,
aber bestimmt zum nächsten kulinarischen und weinseligen Höhepunkt (ver-)führen. Lachen, schmunzeln und staunen Sie mit bei diesem vom Wein inspirierten Kabarett. Zu kaum einem Thema haben die Dichter und Dichterinnen der Deutschen zu allen Zeiten so selige und witzige Texte geschrieben wie zum Genus des Rebensaftes – und egal ob als Gedicht, als kleine Theaterszene oder als vinophiles Lied, es gibt in diesem Kabarettprogramm viel zu lachen und zu schmunzeln und manchmal auch etwas zum Staunen.


Mit gegrilltem Kürbis auf frischem Feldsalat in der Vorspeise, einer Essenz von der Strauchtomate mit Basilikum-Quark-Nocken als Zwischengang, einem Sauerbraten vom Reh im Hauptgang und einem Dessert als Crème vom Winzerkaffee wird dieses herbstliche Menü, begleitet von den Weinen und dem Kabarettprogramm zu einem Garant für einen schönen Abend im Ahrtal.